Gips
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![]() | Noch ein versteckter Gips-Flurname: Spatenborn Fritz Reinboth Kaum
jemand vermutet hinter einem Flurnamen wie Spatenborn - ein kleiner
Bach in der Nähe der Kutzhütte - einen Bezug zum
Gips. Und doch: in dem
Bestimmungswort Spaten steckt ein altes Wort für Gips: Spat
war eine
Bezeichnung für Gips mit der Nebenform Spar, die in Sparkalk
für
Gipskalk noch in neuerer Zeit gebräuchlich war. Glintzespat
und
Seidenspat haben wir schon oben als Beispiele für die
Bedeutung Spat =
Gips erwähnt. „Spat“ bezeichnet allerdings
auch allerlei gut spaltbare
Mineralien wie Feldspat, Schwerspat, Kalkspat u.a. So kam es zu der
Tautologie „Gipsspat“ für Marienglas. Der Große und Kleine Spatenborn sind also ein Gipsbäche, und wer die über blanke Gipsplatten fließenden kleinen Gewässer von früher kennt, wird den Namen treffend finden. Das Wort Spat bzw. Spaten für Gips hat sich auch im Spatenüber (= Gipsh¸gel), dem Spatenloch zwischen Mauderode und Hörningen und in den Spatenbergen bei Stempeda und Breitungen erhalten. |
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